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Interview: Ralf Scharnhorst, Scharnhorst Media

Ralf Scharnhorst

1) Hr Scharnhorst, Sie sind einer der Seminarleiter der Digital Marketing AKADEMIE und bieten ein Workshop zu dem Thema Display Kampagnenplanung. Mit welchen drei Stichworten können Sie die geplanten Inhalte des Seminars belegen?

zielorientiert - interaktiv - Marktübersicht.

2) Warum ist das Thema “Display Kampagnenplanung” derzeit relevant für das Konzept der Digital Marketing AKADEMIE?

Im Display-Advertising hat sich in den letzten zwei Jahren mehr geändert als in den fünf Jahren davor. Durch den Preisverfall konkurriert Display nun wieder mit Suchmaschinen-Marketing. Andererseits ist Display auch immer häufiger eine Alternative oder Ergänzung zu TV. Wer nicht täglich in diesem Markt unterwegs ist oder auf Kundenseite nur einen durch Branche und Agentur gefilterten Blick hat, bekommt hier sicher ein interessantes Update. Wir wollen aber auch Einsteiger für das Thema fit machen und können Vermarktern die Perspektive der Agentur aufzeigen.

3) Was sind die Herausforderungen des Themas, die in dem Workshop besprochen werden?

Der Markt fragmentiert sich weiter, die Grenzen zwischen Vermarkter und
Agentur verschwimmen. Auch die Technologie wird immer komplexer. Bei der Entscheidung, wo man in welcher Form wirbt, kann man heute so viel falsch machen wie noch nie - aber dementsprechend auch viel optimieren.

4) Was kann der Teilnehmer von dem Seminar erwarten - sprich, was er/sie am Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann?

Einerseits eine übergreifende, neue Herangehensweise an das Thema und andererseits viele kleine Anregungen im Detail. Wer ein bereits ein Online-Mediabudget hat, kann es anschließend effizienter einsetzen. Wer erst eines entwickeln muß, hat danach das Handwerkszeug.

5) Noch kurz zu Ihnen - welchen Hintergrund bringen Sie für das Thema mit?

Ich habe eigentlich nie “etwas anständiges” gelernt, sondern habe gleich nach dem Studium mit Online-Marketing begonnen und war 1996 damit einer der ersten Online-Mediaplaner in Deutschland. Dadurch war ich auf Verbandsseite an der Entwicklung vieler Standards beteiligt, so z.B. der Ad- und PageImpression bei der IVW, der AGOF-Systematik und deren Integration in die ag.ma und zuletzt in der Task Force Social Media der AGOF.

Interview: Tapio Liller, Oseon Conversation

Tapio Liller

1) Hr Liller, Sie sind einer der Seminarleiter der Digital Marketing AKADEMIE und bieten ein Workshop zu dem Thema Unternehmenskommunikation 2.0. Mit welchen drei Stichworten können Sie die geplanten Inhalte des Seminars belegen?

Verstehen, Priorisieren, Anpacken - Ich will es den Teilnehmern erleichtern, einen konstruktiven Zugang zum Thema Social Media in der Unternehmenskommunikation zu bekommen und ihnen das Rüstzeug für eine systematische Auseinandersetzung in der Praxis mitgeben.

2) Warum ist das Thema ” Unternehmenskommunikation 2.0″ derzeit relevant für das Konzept der Digital Marketing AKADEMIE?

Wenn man den Marketing-Begriff weit fasst und als die Kunst der Gestaltung von Schnittstellen zum Unternehmen begreift, geht Digital Marketing weit über solche Dinge wie Online-Reichweite und Conversions hinaus. Unternehmenskommunikation kann eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es darum geht, das Gesamterlebnis eines Kunden oder Interessenten im Umgang mit einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern positiv zu gestalten. Dazu muss man wissen, wie die Menschen im Social Web ticken und wie man sie einbinden kann.

3) Was sind die Herausforderungen des Themas, die in dem Workshop besprochen werden?

Wir werden darüber sprechen, wie sich Unternehmenskommunikation und PR auf eine sich verändernde Medienlandschaft und Mediennutzung einstellen kann. Die Menschen rücken über Social Media viel enger an das Unternehmen heran - diese Nähe zuzulassen und strategisch sinnvoll zu nutzen, das ist die Stoßrichtung des Seminars. Das hat Auswirkungen auf viele Prozesse und Grundeinstellungen zum Thema Kommunikation. Deshalb werden wir uns auch damit auseinandersetzen.

4) Was kann der Teilnehmer von dem Seminar erwarten - sprich, was er/sie am Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann?

Ich hoffe, die Teilnehmer werden besser verstehen, wie sich ihre Rolle als Kommunikatoren verändert und wie sie sich systematisch mit diesen Veränderungen auseinandersetzen können. Außerdem will ich ihnen Mut machen, sich ganz praktisch mit dem Social Web zu beschäftigen.

5) Noch kurz zu Ihnen - welchen Hintergrund bringen Sie für das Thema mit?

Ich kenne als “klassisch” ausgebildeter PR-Berater die Denkweisen und Methoden herkömmlicher Unternehmenskommunikation aus eigener Erfahrung. Deshalb kenne ich viele Fragen, Ängste und Vorbehalte gegenüber einer direkteren, dialogischeren Kommunikationsform sehr gut. Mit meinem Beratungsunternehmen helfe ich deshalb Unternehmen einerseits das Thema Social Web gedanklich zu durchdringen, es sich dann aber auch ganz pragmatisch und mit den gegebenen Möglichkeiten zu Nutze zu machen.

Interview: Prof. Wolfgang A. Büscher

Wolfgang A. Büscher

1) Hr Büscher, Sie sind Mitorganisator und einer der Seminarleiter der Digital Marketing AKADEMIE - u.a. zu dem Thema Conversion-Optimierung. Mit welchen drei Stichworten können Sie die geplanten Inhalte des Seminars belegen?

Grundsätzlich kann das Seminar auf die Punkte “messen, verstehen, optimieren” zusammengefasst werden. Zunächst gilt es, aus einem funktionierenden Analyserahmen entsprechende Daten zu gewinnen. Dabei sind beispielsweise klare Definitionen nötig, was genau eigentlich eine Konversion ist und wie diese zu bewerten ist - für einige Online-Anbieter ist dies teilweise gar nicht einfach. Beim zweiten Aspekt geht es um die Wirkungszusammenhänge rund um die Leitfrage: was beeinflußt meine Konversionsrate, und wie kann ich diese verbessern? Im dritten Bereich werden dann konkrete, praxisorientierte Wege zur Optimierung aufgezeigt.

2) Warum ist das Thema “Conversion-Optimierung” derzeit relevant für das Konzept der Digital Marketing AKADEMIE?

Viele Online-Anbieter investieren sehr stark in den Bereich Traffic-Gewinnung, versuchen also, über verschiedenste Kanäle wie Suchmaschinen, Banner oder Social Media Nutzer für ihre Webseite zu gewinnen. Parallel ist es aber notwendig, den gewonnenen Traffic auch in meßbare Erfolge auf der Webseite umzuwandeln, damit aus den Marketing-Investitionen auch Umsatz entsteht. Grundsätzlich sollte eine Conversion-Optimierung daher eigentlich vor einer Intensivierung der Traffic-Gewinnung stattfinden oder zumindest parallel durchgeführt werden.

3) Was sind die Herausforderungen des Themas, die in dem Workshop besprochen werden?

Wichtig ist zunächst eine zuverlässige Messung der Konversionsraten - zuerst müssen klare und relevante Daten vorliegen. Im zweiten Schritt gilt es, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Optimierungsaktivitäten und Veränderungen der Quoten zu verstehen. Für eine nachhaltige Optimierung müssen dann im dritten Schritt die Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Optimierungsprozeß geschaffen werden, dazu gehört übrigens unter anderem ein funktionierendes Projektmanagement.

4) Was kann der Teilnehmer von dem Seminar erwarten - sprich, was er/sie am Ende des Tages mit nach Hause nehmen kann?

Neben einem Grundverständnis zur Bedeutung und zum Konzept des Konversions-Managements - hier vor allem wie gesagt mit Schwerpunkt auf den Einflußfaktoren - geht es vor allem um die Fähigkeit, einen funktionierenden Optimierungsprozeß im Rahmen der eigenen Projekte aufzubauen - von einer präzisen Messung bis zur fortlaufenden Optimierung.

5) Noch kurz zu Ihnen - welchen Hintergrund bringen Sie für das Thema mit?

Ich beschäftige mich schon länger mit Fragen von Web-Analytics und Optimierung und habe entsprechende Projekte für zahlreiche Kunden begleitet. Im Bereich der Konversionsoptimierung ist aber vor allem ein sehr gutes Nutzerverständnis und ein entsprechender Marketing-Hintergrund - vor allem zu Fragen von Positionierung und Nutzwert - von entscheidender Bedeutung. Hier kann ich meine jahrelangen Erfahrungen aus dem Online-Publishing sehr gut und erfolgsorientiert mit einbringen.

Start der Digital Marketing AKADEMIE

Kongress Media hat die “Digital Marketing AKADEMIE” ins Leben gerufen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus unserer Pressemitteilung:

Am 30. Juni und 01. Juli 2010 findet in München zum ersten Mal die Digital Marketing AKADEMIE statt. Acht halbtägige Kompaktseminare vermitteln Mitarbeitern aus dem Online-Marketing umsetzungsnahes Wissen und neue Impulse für das klassische Online-Marketing sowie Social Media Marketing.

Die Teilnehmer der Digital Marketing AKADEMIE können aus den acht Seminaren die für sie relevanten Themen auswählen und so ihr eigenes Programm zusammenstellen. Dabei verlaufen die beiden Themenstränge „Klassisches Online Marketing“ und „Social Media Marketing“ parallel.

Die Online Marketing Seminare umfassen die Bereiche

  • SEO Management,
  • SEM Management,
  • Conversion Management und
  • Display Kampagnenplanung.

Zum Social Media Marketing gibt es die vier Seminare

  • Unternehmenskommunikation im Internet,
  • Social Media Monitoring,
  • Facebook Marketing und
  • Viral Marketing.

Nun sieht das ja vielleicht erstmal nur nach einem klassischen Seminarangebot aus - so ist es sicherlich auch. Die Vision hinter dem AKADEMIE-Ansatz ist aber das Angebot eines kontinuierlichen Coaching für Digital Marketing Verantwortliche, welches einerseits aus periodischen Präsenzseminaren besteht und darüberhinaus durch ergänzende Maßnahmen wie Feedback-Runden, Community etc begleitet wird.

Multi-Channel-Marketing-Gedanken - am Anfang oder am Ende?

Die Online Strategie WORLD als dritte Veranstaltungsinitiative der Kongress Media fristet nach wie vor ein Schattendasein - dies wirkt sich leider auch immer wieder auf dieses Blog aus, als da nicht genug Aufmerksamkeit auf eine anhaltende Diskussion gelegt wird. Nun wollen wir das aber mal wieder etwas “re-animieren”. Nicht zuletzt aufgrund des neuen Veranstaltungsformates der “Digital Marketing AKADEMIE” und der Commerce-orientierten Veranstaltungen wie z.B. dem Fashion Commerce FORUM im Herbst werden wir in den kommenden Wochen und Monaten das Engagement an dieser Stelle wieder etwas erhöhen. Im Mittelpunkt steht für mich dabei die zu diskutierende Fragestellung, wie lassen sich innovative und ganzheitliche Digital-Marketing-Strategien umsetzen.

Ein Schlagwort, was mir dabei immer wieder “vor die Füße geworfen” wird, ist das Thema “Multi-Channel-Marketing”. Klassisch aus der Eckes des Handelsmarkting kommen (siehe Wikipedia-Definition) hat der Begriff “Multi-Channel” in Zeiten von Social Media, verteilten Netzwerken, Online und Offline, Websites und Apps einen neuen Begriffskontext bekommen. So auch jüngst in einem Vortragsvorschlag von SapientNitro:

Multi Channel-Marketing ist momentan in aller Munde und zweifellos auf bestem Wege, eines der Hype-Themen 2010 zu werden. Nur: Multi Channel-Marketing bedeutet heutzutage oft nicht mehr, als mit Konsumenten über unterschiedliche Kanäle zu kommunizieren und Produkte auf diesen zu promoten. Selten noch gilt es als echte Disziplin. Doch genau diese Sichtweise ist nötig, um lange anhaltende und intensive Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten zu schaffen.

Unternehmen können sich dieser Herausforderung nicht länger verstellen. Neue Technologien haben Kunden in die Lage versetzt, eine Marke heute ganz anders wahrzunehmen. Ob im Shop, auf der Webseite oder über mobile Angebote: Jeder Kontakt mit der Marke trägt zu ihrer Gesamtwahrnehmung bei. Ist diese für den Kunden nicht stimmig oder fühlt er sich nicht richtig verstanden, ist der Wechsel zum Konkurrenten nicht schwer.

Wie aber können Marken konsistenter auftreten? Wie schaffen sie es, mittels Apps, Augmented Reality und Co. Kunden echte Mehrwerte zu schaffen? Was bedeutet ein integrierter Multi-Channel-Marketing-Ansatz für eine Marke und welche Rolle kommt dabei dem Marketer zu?

Ehrlich gesagt, sehe ich die langfristige, strategische Notwendigkeit dieser Denkweise - aber ich denke, dass die Unternehmen heute noch nicht dort angekommen sind und erstmal doch mit den Einzeldisziplinen “herumexperimentieren” müssen - sprich sie müssen die Conversion-Rate optimieren, die Display-Kampagnenplanung meistern, die sozialen Medien verstehen, monitoren und ausprobieren. Wenn ich dann in diesen Einzeldisziplinen gut unterwegs bin, dann sollte ich mich schleunigst auch dem Überbau widmen - aber anders herum führt es IMHO zum planerischen “Wasserkopf”, der mich nicht weiterbringt.

Freue mich über eine kontroverse Diskussion.