Mit Hilfe eines Corporate Games zum Thema „Innovation“ hat die Firma Kraft Foods Europe GmbH auf einem internen Workshop seine Zukunftsthemen an die Mitarbeiter kommuniziert. Das Game emotionalisierte das Thema und sorgte für eine tiefere Verankerung der Botschaft. „Es war ein besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer“, schwärmt Thorsten Wilharm von spiel & sport team, der entwickelnden Agentur.
Dieses Beispiel zeigt, dass Corporate Games auch für die interne Kommunikation ein Thema sind. Auch Mitarbeiter lernen lieber spielend. Und bei Bedarf kann man mit kleinen Abwandlungen ein internes Spiel auch für das externe Marketing nutzen und so Entwicklungskosten einsparen.
Immer mehr Spieleentwickler bieten kostenlos Games ohne Abogebühren zum Download an. Natürlich machen sie das nicht ohne Hintergedanken, sondern haben ein knallhartes Businessmodell im Hintergrund. Viele Spieler setzen nämlich das ersparte Geld dafür ein, die eigenen Charactere in-game weiter zu entwickeln und so Mitspielern gegenüber einen Vorteil zu bekommen. Das Zauberwort heißt virtuelle Güter. Jede einzelne Transaktion bewegt zwar nur kleine Geldbeträge, aber bereits ein geringer Prozentsatz der meist sehr großen Spielerzahl reicht aus, um ein Spiel lukrativ zu machen. Spieleentwickler Frogster spricht von fünf bis fünfzehn Prozent der aktiven Spieler, die reales Geld gegen virtuelle Güter tauschen.
Auch Unternehmen können so – ein erstklassiges Spiel vorausgesetzt – nicht nur Games und Marketing verbinden, sondern auch Gewinne generieren.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. veröffentlicht eine Broschüre zum Thema eGame Advertising. Die Publikation zeigt erstmalig alle Werbemöglichkeiten in und im Umfeld von digitalen Spielen auf und bietet Orientierung für Werbetreibende und Vermarkter. Die vom Arbeitskreis eGame Advertising der Fachgruppe Connected Games im BVDW erarbeitete Ausgabe wird erstmalig auf der Munich Gaming präsentiert und ist ab sofort in gedruckter Form oder als PDF-Download erhältlich.
Die eGame Advertising Broschüre des BVDW beschäftigt sich intensiv mit den Werbemöglichkeiten in und außerhalb von Spielen (In-Game und Around-Game Advertising). Speziell auf eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zugeschnittene Spiele (AdGames) werden ebenfalls behandelt. Neben Begriffsdefinitionen und Werbeformen geht die rund 40-seitige Publikation auf Preismodelle und Arten der Kontaktmessung ein und bietet zusätzlich kostbare Erfahrungswerte samt Empfehlungen.
Schon komisch. In einem Interview mit Venturebeat gab Reggie Fils-Aime von Nintendo zu Protokoll, Gebraucht-Spiele seien nicht “im Interesse der Konsumenten”. Als Grund meinte er, dass die Spieler ihre Spiele lieber behalten wollen, um jederzeit weiter spielen und alle Aspekte des Spiels ausschöpfen wollten. Auch gab er an, dass es so gut wie keine florierenden Gebrauchtwaren-Märkte gäbe. Als ich Letztens nach einem neuen Spiel für die DS meiner Tochter geguckt habe, sind mir allerdings bei Ebay ziemlich viele gebrauchte Spiele angeboten worden. Andere gute Orte, ein gebrauchtes Spiel zu Kaufen sind Flohmärkte… hm.
Vielleicht beschäftigt sich Nintendo aber einfach nicht intensiv genug mit dem Thema. Schließlich wollen die Konsolen verkaufen - für die Spiele sind andere zuständig.